Im Abstiegskampf in die Aufstiegsrunde gezittert

Veröffentlicht von Sonntag, 16. Februar 2020

Einige unerwartete Wendungen im Kampf um den Klassenerhalt gab es am Sonntag in der Schwabenliga Nord der Luftpistolenschützen beim letzten Wettkampftag in Ustersbach und Emersacker. Für die drei heimischen Teams aus Schwabegg, Reinhartshausen und Mittelstetten reichte es am Ende zwar nur zu einem einzigen Sieg, doch für alle drei reichte das am Ende mit etwas Glück, um den Abstieg abzuwenden.

Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Auerhahnschützen Reinhartshausen in Ustersbach durchmachen. Nach der unnötigen Auftaktniederlage hatten sie kurzfristig das Abstiegsgespenst vor Augen, doch das verschwand wieder, als die Ergebnisse der Konkurrenz nach und nach bekannt wurden. Am Ende hatten sie nicht nur den Klassenerhalt gesichert, sondern sich sogar für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga qualifiziert. Mit einem 3:2-Sieg über den Lokalrivalen Schwabegg hatten sich die Reinhartshauser nämlich die zum Einzug in die Aufstiegsrunde berechtigende Vizemeisterschaft gesichert.

Mannschaftsführer Manuel Weber war darüber natürlich sehr erfreut: „Wir mussten unerwartet lange um das Ziel Klassenerhalt kämpfen und konnten nun sogar noch mit Platz zwei die Saison abschließen. Beim heutigen Saisonfinale hatten wir im ersten Durchgang etwas mit den Nerven zu kämpfen, was zu einer unnötigen Niederlage gegen Ustersbach führte. Gegen Schwabegg konnten wir und unser Gegner dann zeigen, was wir können – zum Glück mit dem besseren Ende für uns.“


Die Schwabegger, die zum Auftakt mit 0:5 gegen Pfuhl verloren hatten, haben diese zwar verpasst, doch Mannschaftsführer Thomas Glas war dennoch zufrieden: „Wir haben das Jahresziel Klassenerhalt geschafft. Die Saison war dennoch eine der spannendsten seit wir Schwabenliga schießen, denn wenn man als Tabellenzweiter zum letzten Wettkampftag fährt und unter ungünstigen Konstellationen trotzdem noch absteigen könnte, dann ist das nicht alltäglich und erhöht den Druck. Die Gruppe war super ausgeglichen und es hat Spaß gemacht.“.


Am meisten um den Klassenerhalt zittern musste der Aufsteiger Mittelstetten. Er verlor gegen Zusamzell mit 0:5 und gegen Minderoffingen mit 2:3. Da der punktgleiche Konkurrent Ustersbach aber zum Abschluss mit 0:5 gegen Pfuhl unterlag, reichte es für Mittelstetten aufgrund der größeren Zahl der gewonnenen Einzelpunkte so gerade noch zum Klassenerhalt.


Gezittert bis zum Schluss hat der Mittelstetter Mannschaftsführer Horst Weigend: „Im ersten Wettkampf gegen Zusamzell hatten wir mehr mit unseren Nerven zu kämpfen als mit dem Gegner und verloren drei der fünf Matches erst mit den letzten Schüssen. Im zweiten Kampf holten wir in einem spannenden Wettkampf die entscheidenden Einzelpunkt. Wir freuen uns auf jeden Fall, dass wir unser ausgegebenes Saisonziel Klassenerhalt geschafft haben und in der nächsten Saison wieder in der Schwabenliga schießen können.“


Die Wettkämpfe im Überblick:


SV Ustersbach/Mödishofen – Auerhahn Reinhartshausen 3:2 Punkte. – Großer Frust herrschte im Lager der Reinhartshauser nach dem Match gegen den Gastgeber aus Ustersbach. Sie hatten nämlich einen Wettkampf, der bereits vorentscheidenden Charakter haben hätte können, völlig unnötig mit 2:3 Punkten verloren. Darüber geärgert haben sich vor allem Markus Wiatrek, Manuel Weber und Sergiu Bretan, den sie verloren ihre Einzelduelle allesamt überraschend. Markus Wiatrek war an Position eins völlig von der Rolle und unterlag gegen Markus Naß mit 337:356 Ringen. Manuel Weber sah gegen Stefan Kast lange wie der sichere Sieger aus, führte nach drei Zehnerserien mit 274:269, um dann noch mit 358:359 zu verlieren. Sergiu Bretan ging es ähnlich, denn er geriet beim 349:353 gegen Peter Günther erst „auf den letzten Metern“ auf die Verliererstraße. Die Punkte für Reinhartshausen holten Manuel Kunert (353:350 gegen Dominik Wiedemann) und Klaus Hatzelmann (349:343 gegen Florian Braun).

SV Eichenlaub Zusamzell – SG Mittelstetten 5:0 Punkte. – Ein lange spannendes Match gegen den Mitaufsteiger Zusamzell endete für die SG Mittelstetten mit einem Fiasko, denn statt eines durchaus möglichen Sieges stand am Ende eine 0:5-Schlappe zu Buche. Zwar verloren Hubert Högg (349:355 gegen Josef Mayr) und Konstantin Kryschanowski (343:355 gegen Bernd Dietrich) ihre Duelle jeweils deutlich, doch ihren Teamkollegen fehlten jeweils nur wenige Ringe zum Sieg. Markus Högg unterlag Laura Heidler mit 355:356, Horst Weigend zog gegen Bianca Kallenbach mit 348:350 den Kürzeren und Alexander Högg verlor gegen Werner Glenk mit 349:351.


SG Schwabegg – SV 1927 Pfuhl 0:5 Punkte. – Auf völlig verlorenem Posten stand die SG Schwabegg gegen den SV 1927 Pfuhl, der sich mit dem 5:0-Erfolg vorzeitig die Meisterschaft sicherte. In die Nähe eines Punktgewinns kam nur Ulrike Franz, die im Spitzenduell dem früheren Bundesligaschützen Michael Spindler mit 370:372 knapp unterlag. Chancenlos blieben Werner Müller (359:375 gegen Stephanie Baur), Thomas Glas (349:355 gegen Simon Wölfl), Holger Bzduch (329:354 gegen Ulrike Mader) und Armin Engel (352:359 gegen Josef Hubensteiner).

Auerhahn Reinhartshausen – SG Schwabegg 3:2 Punkte. – Nachdem aufgrund der zuvor gemeldeten Ergebnisse der Konkurrenz schon klar war, dass beide Teams den Klassenerhalt in der Tasche hatten, ging es n diesem Derby zwischen Reinhartshausen und Schwabegg noch um die Vizemeisterschaft und die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Am Ende hatten die Reinhartshauser das bessere Ende für sich. Den Grundstein für den 3:2-Erfolg legten Manuel Weber (362:355 gegen Werner Müller) und Sergiu Bretan (367:349 gegen Armin Engel) mit klaren Siegen. Spannend machte es Klaus Hatzelmann. Er führte gegen Holger Bzduch zunächst klar, rettete bei seinem 357:356-Erfolg aber dann gerade noch einen Ring Vorsprung ins Ziel. Die Punkte für Schwabegg holten Ulrike Franz (372:362 gegen Markus Wiatrek) und Thomas Glas (359:349 gegen Manuel Kunert) mit ungefährdeten Erfolgen.

SG Mittelstetten – Edelweiß Minderoffingen 2:3 Punkte. – Beide Teams gingen in dem Wissen in das Match, das ein Sieg den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen würde. Beide Teams wussten auch, dass das Duell an Position drei möglicherweise entscheidend sein wird. Hier hatte Matthias Baumann aus Minderoffingen die besseren Nerven und gewann gegen Alexander Högg mit 350:344. Da auch Baumanns Teamkollegen Wolfgang Bosch (378:362 gegen Markus Högg) und Thomas Schmid (365:357 gegen Horst Weigend) an den Positionen ihrer Favoritenrolle gerecht wurden, war die Mittelstetter Niederlage perfekt. Konstantin Kryschanowski (357:330 gegen Jochen Kerle) und der für Hubert Högg ins Team gerückte Hermann Wiedemann (335:329 gegen Martin Baumann) holten die Punkte für Mittelstetten.

Die Abschlusstabelle

  1. SV 1927 Pfuhl 42:28 20:8
  2. Reinhartshausen 37:33 16:12
  3. Zusamzell 34:36 16:12
  4. Minderoffingen 37:33 14:14
  5. SG Schwabegg 34:36 14:14
  6. SG Mittelstetten 35:35 12:16
  7. SV Ustersbach/M. 32:38 12:16
  8. SG 1869 Welden 29:41 8:20