Sorgenvoller Blick ins nächste Jahr

Im Gau Lech/Wertach stehen Neuwahlen vor der Tür. Trotz des Schreckgespenstes Auflösung fehlen die Kandidaten für wichtige Ämter. Ein Stammtisch brachte erste Fortschritte

Von Reinhold Radloff

Reinhartshausen Schwierig ist zurzeit die Situation im Schützengau Lech/Wertach. Seit Jahren sind mehrere Posten in der Führung des im Altlandkreis Schwabmünchen beheimateten Schützenverbandes nicht besetzt. Und bei den nächsten Wahlen wollen auch noch einige weitere Funktionäre ihre Ämter niederlegen. Da ist guter Rat teuer. Deshalb wurde im Schützenheim in Reinhartshausen von den gastgebenden Auerhahnschützen ein bisher einmaliger Stammtisch für die Vereine des Gaues mit dem einzigen Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ abgehalten. Dabei wurde erkundet, ob der Gau vor dem Aus steht oder ob sich wieder Kandidaten finden. Und es zeigte sich ein schwacher Lichtschimmer am Ende des Tunnels.

Mit gut 40 von rund 4000 Mitgliedern aus 20 von insgesamt 38 Vereinen war das Interesse an der Versammlung unerwartet groß. Gauschützenmeister Josef Waworka aus Großaitingen stellte die Situation dar: Seit Jahren gibt es keinen Gausportleiter, keinen Jugendleiter und keine Jugendsprecher mehr. Dazu kommt, dass sich Waworka sowie sein zweiter Stellvertreter Dieter Bruche, die Gauschriftführerin Inge Seibt, die Gaudamenleiterin Brigitte Mayr und eventuell weitere Mitglieder der bisherigen Führungsmannschaft im März nächsten Jahres nicht mehr zur Wahl stellen. Damit muss der Großteil des Schützenmeisteramts neu besetzt werden.

Waworkas schwerpunktmäßig im Sport tätiger Stellvertreter Manfred Stahl aus Schwabmünchen, der seit über 30 Jahren in der Gauführung aktiv und damit mit Abstand dienstältestes Mitglied der Führungsmannschaft ist, sprach davon, dass in den letzten Jahren im Gau nur eine „Notstandsverwaltung“ stattgefunden habe. Die Zahl der im Ligabetrieb um Punkte kämpfenden Mannschaften sei von über 200 auf jetzt 170 gesunken. „Das ist ein Ergebnis der mangelnden Jugendarbeit in den vergangenen Jahren“, so Manfred Stahl, der anschließend erläuterte: „Sollten sich keine Kandidaten finden, dann müsste im Extremfall der Gau aufgelöst werden und die Vereine würden wohl auf die umliegenden Gaue verteilt. Meine Vorstellung ist, dass wir die Arbeit auf möglichst viele Schultern verteilen und auch möglichst viele Vereine in die Gauführung einbinden.
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