Der Olympiasieger und der “Weltschütze des Jahres” kommen nach Großaitingen

Veröffentlicht von Dienstag, 14. Januar 2014

Viel Spannung verspricht das Saisonfinale in der 1. Bundesliga Süd der Luftgewehrschützen. Vier der acht noch ausstehenden Begegnungen werden dabei am Samstag ab 17 Uhr und am Sonntag ab 10 Uhr bei den Singoldschützen Großaitingen aus dem Landkreis Augsburg ausgetragen. Erwartet werden dazu an beiden Tagen mehrere Hundert Zuschauer in der Turnhalle am Schächerweg.

Nicht nur für die Gastgeber, die noch um den Klassenerhalt kämpfen, sondern auch für die HSG München, die SG Coburg und die SG Waldkraiburg steht sehr viel auf dem Spiel.

Für die Coburger, die mit dem Italiener Nicolo Campriani den amtierenden Olympiasieger in ihren Reihen haben, ist die Ausgangsposition noch am besten. Sie rangieren mit 6:4 Punkten auf Platz vier und wollen sich mit Erfolgen gegen die HSG München und gegen Waldkraiburg für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren. Sie können dabei auch auf den 25-jährigen Hessen Henri Junghänel (Breuberg) setzen, der zusammen mit Jessica Rossi (Italien) vom Internationalen Schießsportverband ISSF vor wenigen zum „Weltschützen des Jahres 2013“ gewählt worden ist.

Die Endrunde um die deutsche Meisterschaft noch nicht ganz abgeschrieben hat auch die ruhmreiche HSG München (4:6 Punkte), die aber nach der während der Saison erfolgten und nicht gerade freundschaftlichen Trennung von ihrer Starschützin Sonja Pfeilschifter vorrangig darauf achten muss, dass sie nicht noch in den Abstiegskampf verwickelt wird.

Personelle Probleme plagen aber auch die Singoldschützen Großaitingen (2:8), die in den entscheidenden Begegnungen gegen den noch sieglosen Tabellenletzten SG Waldkraiburg (0:10) und die HSG München auf ihre etatmäßige Nummer eins verzichten müssen. Die Slowenin Ziva Dvorsak, die unter anderem auch schon bei den Olympischen Spielen mit Platz elf ihre Klasse bewiesen hatte, steht ihrem Team nämlich studienbedingt nicht zur Verfügung. „Sie hat ein Stipendium für die USA bekommen und ist Anfang des Jahres nach Amerika umgezogen. Für sie kommt die Schweizerin Myriam Brühwiler zum Einsatz“, erklärt Michael Herzinger, der Trainer des Großaitinger Bundesligateams.

Myriam Brühwiler gibt ihr Bundesliga-Debüt

Die erst im Sommer des vergangenen Jahres zu den Großaitingern gestoßene 23-jährige Schweizer Nationalkaderschützin aus St. Gallen hat schon einige Einsätze in der in der Bayernliga schießenden zweiten Mannschaft der Großaitinger hinter sich und hat dort ihr großes Potenzial bereits angedeutet. Neben ihr schießen auch noch Barbara Bleicher aus Mammendorf, die für Ziva Dvorsak auf die Spitzenposition vorrückt, sowie Josefa Gistl (Tegernsee), der Lokalmatador Dominik Mayer und der Friedberger Ralf Zanger.

Michael Herzinger geht fest davon aus, dass sein Team zumindest die Gefahr des direkten Abstiegs bannt. Nötig dazu ist ein Sieg gegen die noch sieglosen Waldkraiburger. Wenn sie auch den Gang in die Abstiegsrelegation vermeiden wollen, müssen die Großaitinger wohl auch gegen die HSG München gewinnen.

Der Abstiegsrelegation am 2. Februar würde Michael Herzinger gerne aus dem Weg gehen: „Da warten mit der SSG Dynamit Fürth und Königsbach zwei ganz starke Gegner.“

Der Zeitplan:

Samstag, 18. Januar
17 Uhr SG Coburg – HSG München.
18.30 Uhr Singoldschützen Großaitingen – SG Waldkraiburg.

Sonntag, 19. Januar
10 Uhr SG Waldkraiburg – SG Coburg.
11.30 Uhr Singoldschützen Großaitingen – HSG München.