Ligawettkämpfe auf Gauebene: Weiteres Vorgehen unter Berücksichtigung der “Corona-Pandemie”

Veröffentlicht von Sonntag, 24. Mai 2020

Am 11. April 2020 wurde bekanntgegeben, dass der Wettkampfbetrieb im Schützengau Lech/Wertach über den 29. März 2020 bzw. über 19. April 2020 hinaus auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird. Für den Fall, dass sich in den nächsten Wochen und Monaten die Möglichkeit ergeben sollte, die für die Saison 2019/2020 noch ausstehenden Ligawettkämpfe auf Gauebene auszutragen, wurde auch angekündigt, dass diese Option geprüft und zu gegebener Zeit eine entsprechende Entscheidung getroffen würde. 

Im Moment stellt sich die Situation so dar, dass die „Vierte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“ (4. BayIfSMV) vom 5. Mai 2020 zwar eine Öffnung für den Freizeitsport vorsieht, aber nur in Freiluftsportanlagen. Ausgeschlossen ist der Sport in Sporthallen und geschlossenen Sportanlagen. Im Moment ist noch nicht absehbar, ob und wann diese Regelung geändert wird. Ein Wettkampfsport ist durch den Deutschen Olympischen Sportbund und den Deutschen Schützenbund bis Ende August 2020 zudem größtenteils nicht erlaubt. Ein Fortsetzung der Saison ist insoweit im Moment mehr als in Frage zu stellen. 

Die endgültige Entscheidung über einen Abbruch der Saison wird aber noch um drei Wochen zurückgestellt. Wenn die Saison fortgesetzt werden soll, müsste sie bis zum Beginn der Sommerferien auch abgeschlossen werden können. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Fortsetzung der Saison spätestens ab Ende Juni 2020 möglich sein müsste. Sollte sich diese Perspektive nicht bis spätestens 15. Juni 2020 abzeichnen, wird die Saison voraussichtlich abgebrochen. Wie dann im Luftgewehr-Rundenwettkampf und im Luftpistolen-Rundenwettkampf auf Gauebene in Sachen Aufstieg und Abstieg im Detail verfahren wird, wird im Anschluss bekanntgegeben. Gleiches gilt für die Entscheidung über die Wertung der Saison in den gauinternen Ligarunden für Schüler, Jugend, Senioren und Auflageschützen.   

Aufstieg und Abstieg im Luftgewehr-Rundenwettkampf und im Luftpistolen-Rundenwettkampf auf Gauebene 

Das Grobkonzept sieht für den Aufstieg und Abstieg im Luftgewehr-Rundenwettkampf und im Luftpistolen-Rundenwettkampf auf Gauebene folgende Eckpunkte vor: 

Aufsteiger in die nächsthöhere Klasse sind auf alle Fälle die Mannschaften, die am 13. März 2020 bereits als Meister oder Aufsteiger feststanden. Zudem dürfen alle Mannschaften (ausgenommen sind die Mannschaften in der Gauoberliga) in die nächsthöhere Klasse aufsteigen, die bei Fortführung der Saison noch Meister werden hätten können (Options-Aufsteiger). Dies gilt auch dann, wenn in einer Klasse zwei oder mehr Mannschaften noch Meister werden hätten können. Diese sogenannten Options-Aufsteiger müssen dem Gau aber innerhalb von zwei Wochen nach der Bekanntgabe des Saisonabbruches verbindlich mitteilen, ob sie die Option auf den Aufstieg wahrnehmen wollen. 

Absteigen in die nächstniedrigere Klasse müssen grundsätzlich nur die Mannschaften, die am 13. März 2020 bereits als Absteiger feststanden. Mannschaften, die am 13. März 2020 in ihrer Klasse den letzten Tabellenplatz belegten oder punktgleich mit dem Tabellenletzten waren, können aber freiwillig absteigen, wenn sie dies wollen. Sie müssen dem Gau aber gegebenenfalls innerhalb von zwei Wochen nach der Bekanntgabe des Saisonabbruches verbindlich mittteilen, ob sie freiwillig absteigen wollen. 

Bei den beschriebenen Eckpunkten des Grobkonzeptes zum Aufstieg und Abstieg im Luftgewehr-Rundenwettkampf und im Luftpistolen-Rundenwettkampf auf Gauebene wird in Kauf genommen, dass in der Saison 2020/2021 die Soll-Gruppenstärke von 6 Mannschaften in einzelnen Klassen überschritten oder unterschritten wird.  

Ermittlung der Gausieger Luftgewehr und Luftpistole

Unabhängig von der weiter zurückgestellten Entscheidung über die Fortführung der Saison sind vom Schützengau Lech/Wertach die Gausieger des Luftgewehr-Rundenwettkampfes und des Luftpistolen-Rundenwettkampfes bis Ende Mai 2020 an den Schützenbezirk Schwaben zu melden. Die zunächst bis 1. Mai 2020 verlängerte Meldefrist wurde vom Schützenbezirk Schwaben nochmals bis zum 30. Mai 2020 verlängert, weil der eigentlich für den 8./9. Mai 2020 angesetzte Aufstiegswettkampf für die Bezirksliga abgesagt worden ist.  Einen Aufstiegskampf in die Bezirksliga wird es heuer nicht geben. Der Bezirk wird die Aufsteiger voraussichtlich auf der Grundlage des Saisonschnittes (Ringzahl) der gemeldeten Gausieger bestimmen.
 Bereits mit der E-Mail vom 11. April 2020 wurden die Sportleiter der Vereine, zu denen eine oder mehrere der als potenzielle Kandidaten für die Meldung als Gausieger in Frage kommenden Mannschaften gehören, gebeten, bis spätestens Montag, 20. April 2020, mitzuteilen, ob die jeweilige Mannschaft gegebenfalls einen Aufstieg in die Bezirksliga wahrnehmen würde, wenn sich für sie diese Chance ergäbe. 

Potenzielle Kandidaten für die Gausieger-Meldung waren folgende Mannschaften: 

Luftgewehr-Rundenwettkampf     

Singold Großaitingen II (Gauoberliga Südost)
Fortuna Klimmach (Gauoberliga Südost)
Tell Tronetshofen/Willmatshofen II (Gauoberliga Nordwest) 

Luftpistolen-Rundenwettkampf

 SG Schwabegg II (Gauoberliga Südwest)
Fortuna Klimmach (Gauoberliga Südwest)
Schlossbergschützen Scherstetten (Gauoberliga Südwest)
Tell Tronetshofen/Willmatshofen (Gauoberliga Südwest)
Edelweiß Gennach (Gauoberliga Südwest) 
Singold Großaitingen II (Gauoberliga Nordost)
Hubertus Langerringen (Gauoberliga Nordost) 

Die Rückmeldungen ergaben, dass von den Luftgewehrmannschaften Singold Großaitingen II und von den Luftpistolenmannschaften Hubertus Langerringen nicht aufsteigen wollen.

Keine Rückmeldung erhalten hat der Gau bei den Luftpistolenmannschaften von der SG Schwabegg II und Edelweiß Gennach.  

Nachdem bis zum 30. Mai 2020 die Gausieger nicht mehr dadurch ermittelt werden können, die noch ausstehenden Wettkämpfe nachzuholen oder einen Entscheidungskampf zwischen den verbliebenen Aufstiegskandidaten (Fortuna Klimmach und Tell Tronetshofen/Willmatshofen II bei den Luftgewehrmannschaften sowie insgesamt mindestens vier Luftpistolenmannschaften) auszutragen, hat das Gauschützenmeisteramt  folgende Regelung einstimmig bschlossen:


Von den Mannschaften, die den Aufstieg wahrnehmen würden, wird in beiden Disziplinen jeweils die Mannschaft als Gausieger an den Bezirk gemeldet, die im bisherigen Saisonverlauf die beste Durchschnittsringzahl erzielt hat.

Bei den Luftpistolenschützen ist das Singold Großaitingen II. Diese Mannschaft hat die mit Abstand beste Durchschnittsringzahl von allen Kandidaten (1427,75 Ringe) und will auch aufsteigen.

Bei den Luftgewehrschützen will die beste Mannschaft, Singold Großaitingen II, nicht aufsteigen. Aufsteigen wollen würden dagegen Fortuna Klimmach (1499,22 Ringe) und Tell Tronetshofen/Willmatshofen II (1490,55 Ringe). Als Gausieger gemeldet wird hier wegen der klar besseren Durchschnittsringzahl Fortuna Klimmach.